When in… Den Haag

Der Sommer neigt sich so langsam aber sicher dann doch dem Ende zu. Wie immer zu früh, allerdings gibt mir das regnerische Wetter auch die Möglichkeit, mich zuhause einzukuscheln und in Erinnerungen an meine Sommerreisen zu schwelgen. Und diese mit euch zu teilen. Obwohl ich für den Sommer nichts wirklich geplant hatte, ging es nach London, in die Niederlande, an die Ostsee, nach Münster und an die Mecklenburgische Seenplatte. Und Ende des Monats steht noch ein weiterer Trip bevor, auf den ich mich schon seeehr freue!

Heute aber erstmal zum Vergangenen: Im Juni fuhr ich für ein paar Tage nach Holland, um die liebe Alina zu besuchen. Davon verbrachten wir einen Tag in Den Haag, einer Stadt von der ich nichts wirklich wusste, außer, dass sie am Meer liegt. Umso positiver war ich überrascht dann da zu sein, denn die Innenstadt ist wunderschön und voll süßer Läden, leckerer Restaurants und ganz viel Lebensqualität.

Beginnen wir unseren Strandtag in Den Haag passend: am Strand. Dieser liegt nicht in der Stadt direkt, sondern ein kleines bisschen außerhalb in Scheveningen. Dorthin sind wir ganz unkompliziert vom Hauptbahnhof mit der Tram gefahren und erkannten die Station auch gleich an diesem schönen Gebäude:

Kurhaus

Architektur

Auf ging es von dort zum eigentlichen Strand, wo wir zunächst über den Pier schlenderten und uns auf dem dazugehörigen Turm einen kleinen Überblick verschafften. Wunderschön, wenn auch sehr windig!

Steg

Ausblick

Strand

Portrait

Pier

Pavillion

Fernglas

Panorama

Als es uns zu kalt wurde, kletterten wir wieder nach unten und schlenderten noch etwas am Strand entlang. Der Geruch von Salz und Fisch, das Gefühl von Sand zwischen den Zehen und ein aufmerksamer Blick auf potentiell schöne Muscheln – was gibt es besseres!

Pier vom Strand

Bekanntermaßen macht Seeluft ja hungrig und glücklicherweise gibt es in Scheveningen ganz viele Strandbars, -cafés und -restaurants. Wir entschieden uns für eins, das an sich ok war, aber vorallem seeehr leckeren Eiskaffee hatte. Leider nicht das, das auf dem Bild zu sehen ist, aber das war so fotogen!

Beachbar

Passend zum Ende unserer Strandzeit verschwand auch die Sonne und so machten wir uns auf den Weg in die Stadt. Wie schon erwähnt voller schöner Geschäfte und Restaurants – einfach zum Wohlfühlen. Mein Lieblingsladen war definitiv Van Stockum, eine riesige Buchhandlung voller Deko und kleinen, schönen Dingen.

Altstadt

Passage

Innenstadt

Café

Biergarten

Wie jeder Urlaubstag – und das sind die Tage am Strand ja besonders – ging auch der in Den Haag viel zu schnell vorbei. Trotzdem war es wunderschön und hat mir definitiv Lust gemacht, ganz bald in die Niederlande zurückzukehren.

Bis bald, Franzi

082016 – Reunions, Münster, Berlin

Nachdem sich hier die letzten Wochen ungeplant eine kleine Funkstille eingeschlichen hat (das Leben kam dazwischen), bin ich jetzt wieder zurück, mit ganz viel zu erzählen aus dem letzten Monat!

Wiedervereint: Im August habe ich einige Menschen wiedergetroffen, die ich zum letzten Mal in während der Schule oder in den USA gesehen habe. Ich liebe es, Zeit mit Menschen zu verbringen, mit denen mich so viele Erinnerungen und Momente verbinden.

Zuerst einmal ist eine liebe Freundin, mit der ich Abi gemacht habe, seit Anfang des Monats auch für ein Praktikum in Berlin. Ich habe sie bei ihrer Ankunft am ZOB abgeholt und habe das Gefühl, seitdem haben wir schon unheimlich viel zusammen erlebt. Picknicks, Ausflüge, Seen, Museen, viele durchgemachte und durchgeredete Nächte. Wahnsinn, wie schnell einem ein Mensch so sehr ans Herz wachsen kann.

20160813_185219

Leider nur ganz kurz, aber trotzdem sehr schön, war Ende August eine andere Schulfreundin hier zu Besuch. Da ich an den beiden Tagen ziemlich viel arbeiten musste, haben wir uns immer nur abends gesehen und die Zeit stand dann ganz im Zeichen des Essens. Allem voran, dieses wahnsinnige Erlebnis:

20160831_220006

Auch eine Au Pair Freundin kam für ein Wochenende nach Berlin, was ich ganz kurzfristig erfuhr und glücklicherweise haben wir es geschafft uns zu einem gemütlichen Sonntagsfrühstück im DALUMA zu treffen. Acai Bowls, Smoothies, und und und… Sehr berlinerisch, obwohl es auch New York hätte sein können. Und in ganz vielen Erinnerungen an diese Traumstadt haben wir dementsprechend auch geschwelgt.

20160819_165702

Und last but not least, habe ich für ein Wochenende Berlin verlassen, um die wunderbare Chrissi wiederzutreffen. Wir schwärmten von unseren Gastfamilien, schauten Disneyfilme, bekundeten unsere Connecticut Liebe und sie zeigte mir das wunderschöne…

Neu entdeckt: … Münster! Ich war vorher noch nie da und hatte auch nicht wirklich ein Bild von der Stadt. Umso begeisterter war ich von der tollen, historischen Altstadt, dem leckeren Essen, der Promenade, dem See, dem Schloss und, und, und… Hätte das ja wirklich nicht erwartet, aber je mehr ich davon sehe, desto lieber mag ich tatsächlich auch Deutschland.

20160820_131217

20160821_151548

Und noch eine andere Stadt wurde im August neu entdeckt – Potsdam. Ist ja von Berlin aus im wahrsten Sinne des Wortes naheliegend und so, so, so schön! Wieder ein Schloss, das holländische Viertel und mein Highlight, die Cupcakes der Krümelfee. Perfekter Sommertag!

20160807_152711

20160807_142732

Sommer geliebt: Apropos Sommertag, im August hat das schöne Wetter sich noch einmal angestrengt und ich habe das gnadenlos ausgenutzt (und tue es immernoch, denn auch der September ist bisher wunderschön). Es ging an den See, auf Rooftop Bars, wir saßen vor Cafés in der Sonne, liefen durch die verrückten Berliner Nächte bis die Sonne wieder aufging, hörten Musik im Park, lagen in Liegestühlen mit den Füßen im Sand. Wir lebten den Sommer in dieser wunderschönen, vielseitigen Stadt, inklusive allabendlicher traumschöner Sonnenuntergänge!

20160813_150859

20160813_193249

20160827_174558

20160808_203405

20160805_213119

Schockmoment: Stell dir vor, du liegst nachts schlafend in deinem Bett. Du meinst, ein Licht zu sehen, die sich öffnende Tür zu hören. Bestimmt ein Traum, denkst du und drehst dich auf die andere Seite. Bis du wieder wach wirst. Du hörst flüsternde Stimmen. In deinem Zimmer. Blinzelst durch die müden Augenlider und siehst ein Licht, das dir ins Gesicht scheint. Einbrecher! ist dein erster Gedanke. Unauffällig blinzelst du weiter. Und siehst neben dem Licht einen Mann im Anzug. Du schließt die Augen wieder. Was ist hier los? Doch nur ein Traum? Aber die Geräusche nehmen nicht ab, du musst etwas tun. Öffnest vorsichtig wieder die Augen, siehst auf dem Boden eine deiner Mitbewohnerinnen in einem unförmigen Anzug. Sie rollt Richtung Fenster. Du starrst sie an. Sie starrt zurück. Was ist hier los? Plötzlich geht das Licht an, Bewegung kommt ins Zimmer. Der Mann im Anzug kommt auf dich zu, gibt dir die Hand und sagt: „Hallo Franzi, ich bin Joko Winterscheid von Pro7 und wir haben uns einen kleinen Spaß in eurer WG erlaubt.“ Es ist 3 Uhr nachts. Das ist kein Traum.

20160813_213133_LLS

Kultur erlebt: Berlin ist so voller Galerien, Museen und Veranstaltungen, das eigentlich jeder Tag, den man zuhause verbringt, verschwendet ist. Trotzdem braucht es auch diese Zuhause Abende, an denen etwas Leckeres gekocht und sich mit seichten Youtube Videos die Zeit vertrieben wird. An vielen Abenden und Wochenenden raffe ich mich aber nochmal auf gehe raus und entdecke Berlin. Das führte letzten Monat zu einem Besuch des Museums unter dem Denkmal der ermordeten Juden. Umfangreicher als erwartet, sehr persönlich, sehr gut und natürlich auch sehr beklemmend.

20160823_195242

Auf der Suche nach einem kleinen Lichtblick, liefen wir nach dem Museumsbesuch noch durch Mitte und fanden uns im Regierungsviertel wieder. Bis Anfang Oktober, wird hier noch jeden Abend zu Sonnenuntergang eine Lichtshow zum Thema „Für das Volk. Vom Reichstag zum Bundestag“ projiziert. Sehr interessant, zum größten Teil aber auch etwas trocken. Wenn dann aber die Mauer fällt, Menschen sich lachend und weinend in den Armen liegen und „An Tagen wie diesen“ gesungen wird, kommt die Gänsehaut und mit ihr die Dankbarkeit, in so einer besonderen und einzigartigen Stadt leben zu können.

20160823_204222

Ebenfalls im Regierungsviertel wurden letzten Monat zum Tag der Offenen Tür die Pforten geöffnet. Ich stand dabei etwas vor dem „Berlin Problem“: zu viel Auswahl, Überforderung, Lähmung. Was ich jedoch mitnahm und mir anschaute, brachte neue Denkanstöße und einen spannenden Blick hinter die Kulissen.

Eigentlich als ein kleiner Ausflug in eine schönere Welt gedacht, war unser Besuch in der „Allure“ Ausstellung im C/O Berlin. Das war sie auch, doch dann machten wir uns auf den Weg in den ersten Stock der Galerie. Der dort wartende Film über die Straßen des Heroinhandels war alles andere als schön, sondern eher verstörend, aufrüttelnd, beängstigend. Und immer wieder faszinierend zu sehen, was für unterschiedliche Gesichter und Wirkungen „Kunst“ hat.

20160814_165602

Das war es auch schon zu meinem August, wenn möglich wird der September sogar noch toller und abwechslungsreicher, denn es ist schon viel passiert und noch einiges geplant. Das gibt mir zwar einerseits viel zu berichten, macht andererseits das Bloggen aber auch nicht so einfach. Ich gebe aber mein bestes, zumindest ein bis zweimal pro Woche von mir hören zu lassen!

Bis bald (fingers crossed), Franzi

London – Camden Town & Primrose Hill

Während in Berlin mit dem August anscheinend der Herbst angebrochen ist, flüchten wir noch einmal schnell nach London, wo es an einem wunderschönen 6. Juni wesentlich wärmer und sommerlicher war. Ich nehme euch mit nach Camden Town, zum berühmt-berüchtigten Camden Market und von dort aus zu meiner wohl liebsten Entdeckung während meiner letzten London Reise: Primrose Hill! Lust auf viele Bilder und pastellige Häuser? Dann auf geht’s:

Camden Market

Wie gesagt startete ich am Camden Market, der zwar schöne Sachen hat, aber auch seeehr voll, touristisch und auch nicht sehr individuell ist, wenn man schon auf dem Markt in Notting Hill war. Deshalb hielt ich mich dort nicht allzu lange auf und lief ein bisschen unkoordiniert durch Camden…

Bunt
Mister Fox

Bunte Fassaden

Peace and Love

The Oxford

Welcome to Camden

20160606_120218

Camden versprüht noch den Flair eines Londons, wie ich es mir vor einigen Jahrzehnten vorstelle. Ein Ort, an dem Musik geschrieben und gemacht wird, ein bisschen schmuddelig, ein bisschen alternativ, voller Kreativität und Geschichte und Traditionen, die in die Ecke gedrängt, aber doch nicht ganz zu verleugnen sind. Fand ich super!

Camden Lock

Dock

Foodtrucks

Solomons Yard

Wasser Mark

Nur ein paar Schritte weiter fand ich mich in (an? bei?) Camden Lock wieder. Hier befindet sich ein weiterer, viel kleinerer Markt als der Camden Market an einem Kanal. Die Stimmung dort war komplett anders, sehr ruhig, idyllisch, auf dem Markt individuellere Stände und einige Foodtrucks. Es wurde immer besser!

Architecture Mix

Brücke

Coole Oma

Unter der Brücke

Da ich nun schon einmal am Wasser war, ließ ich es mir natürlich nicht nehmen, dort noch ein bisschen weiterzuwandern und dem Kanal zu folgen. Hier sieht man auch sehr gut die Veränderung der angrenzenden Nachbarschaften. Wo in Camden noch alles ein wenig heruntergekommen wirkte…

Kuhbalkon
Werft mal einen genauen Blick auf den Balkon!

Kanal

Bootssteg

Architektur

Kanalblick

… wurden die Häuser nach und nach immer schicker und die Stimmung immer perfekter und romantischer. Am Schild „Primrose Hill“ angekommen entschied ich mich dann, den Kanal zu verlassen, die Treppe hochzusteigen und mich an dem Ort mit dem schönen Namen etwas umzusehen. Beste Entscheidung!

Beetle

Cute Road

Flowers

Fassaden

Haus und Fahrrad

Park

Hipster Café

Pastel Colours

Pink Flowers

Pinkes Haus

Primrose Bakery

Princess News

So pink, so süß, so schön. Ein Ort, an dem nur glückliche und perfekt gestylte Frauen zu leben scheinen, die wahlweise mit ihren Laptops in instagrammable Cafés arbeiten oder mit ihren engelsgleichen Kindern auf modernen Spielplätzen herumtollen. Im Optimalfall tun sie natürlich auch beides gleichzeitig, sie sind schließlich Superfrauen. Ja, Primrose Hill ist nah am Zuckerschock, aber an einem sonnigen Urlaubstag ist es auch genau der richtige Ort, um ein bisschen vor sich hinzuträumen. Von der Zukunft als Superfrau…

Und mit diesen Träumen war es das auch erstmal mit diesem Londonpost – im nächsten geht der Zuckerschock wörtlich in die zweite Runde und ich zeige euch einige meiner liebsten Nachbarschaften. Bis dann, Franzi

072016 – Freundschaft, Arbeit, Stadtflucht

Es ist August. Der letzte richtige Sommermonat. Der vorletzte Monat meines Praktikums (das doch erst im letzten begonnen hat!). Ein hoffentlich entspannter Monat, in dem die ersten Punkte der Sommer-To-Do-Liste bereits abgehakt sind und wir uns nicht mehr voller Tatendrang in jeden Sonnenstrahl stürzen, sondern auch einfach mal einen warmen Tag am See oder auf dem Balkon verquatschen. Ich freu mich drauf! Mehr zu meinen August Plänen allerdings am Ende und jetzt wird erst noch mal ein kurzer Blick zurück geworfen in einen der gefühlt am schnellsten vergehenden Monate des Jahres.

Im Büro: Im Juli ging ja mein Praktikum los und da ist auch schon so einiges passiert. Ich habe viel geschrieben, viel gelernt, gekocht, fotografiert, war bei Shootings, auf Location Suche und Shopping Trips. Außerdem ist das Team absolut toll, das Büro wunderschön – ich bin begeistert! Und auch wenn es manchmal sehr früh ist, stehe ich hier sehr gerne auf und freue mich auf das, was die Tage so bringen.

Work
Mein Arbeitsplatz
Locations
Location Scouting im Tiergarten
Arbeitsausflug
„Arbeitsausflug“ auf die Pfaueninsel

In Berlin: Im Juli habe ich versucht so viel wie möglich von Berlin zu sehen und dabei mal wieder festgestellt, wie riesig und vielfältig diese Stadt ist. Wohl eine meiner Lieblingsbeschäftigungen gerade im Sommer hier sind die vielen Märkte. Bisher war ich auf dem Weddingmarkt, mit ganz vielen Designern, dem RAW-Flohmarkt, dem riiiesigen Flohmarkt am Mauerpark und dem Kreuzboerg Flowmarkt.

Flohmarkt Location
Flohmarkt in den Prinzessinnengärten – der Name bürgt für Qualität, oder?

Holzhaus

Toll sind auch diese Veranstaltungen, die ganz besonders und einzigartig in Berlin sind. Zum Beispiel das Gelato Festival, bei dem man für 9 Euro über 10 verschiedene, ganz ungewöhnliche Eissorten testen konnte und dann für seine liebste abstimmte. Mein Favorit hat sogar gewonnen – griechisches Joghurteis mit Cranberries, Honig, Knusper und Nüssen. So gut! Außerdem waren wir bei der Ben & Jerry’s Movie Night, wie der Name schon sagt, gab es wieder Eis (gratis!) und dazu „Ziemlich beste Freunde“ unter freiem Himmel.

Gelato Winner
Eine der leckeren Sorten beim Gelato Festival!

Ebenfalls unter freiem Himmel war auch mein Besuch bei der Shakespeare Company Berlin, deren „Kaufmann von Venedig“ mich absolut umgehauen hat und das Public Viewing im komplett überfüllten Biergarten am Fehrbelliner Platz. Ganz besonders war auch der Besuch im „Live there House“ von Airbnb, bei dem Melodie Michelberger und Fabian Hart mit extrem klugen und interessanten Zuhörern (zu denen ich plötzlich auch gehörte) über Mode und mehr diskutierten.

Shakespeare Company
Der Park, in dem die Shakespeare Company auftritt.
Airbnb
Im Airbnb Haus.

Dann war da auch noch die Nachtausstellung des Foreign Affairs Festivals in den Festspielen Berlin. Sehr moderne Kunst und etwas verwirrend, aber auch sehr cool. Und last but not least bei den typisch Berlin Erfahrungen: Bier Yoga. Ist genau das, wonach es klingt, man macht Yoga, trinkt dabei Bier, balanciert die Flasche wahlweise auf Knie oder Kopf und hat sehr viel zu lachen.

Installation
Die Nachtausstellung beim Foreign Affairs Festival.

Ausstellung

Bieryoga
Fröhliche Verrenkungen beim Bier Yoga!

Aus der Stadt: So sehr ich Berlin liebe, habe ich der Stadt im Juli auch zweimal den Rücken zugewandt, um fürs Wochenende aufs Land zu fahren (fühle mich wie 60 während ich das schreibe). Einmal ging es nach Mecklenburg, an die Müritzer Seenplatte. Mit anderen ehemaligen Au Pairs und Work & Travellern schipperte ich in einem Kanu übers Wasser, was nicht so einfach war, wie man denkt. Aber glücklicherweise sind wir auch nicht gekentert und hatten sehr viel Spaß! Abends haben wir dann noch gegrillt, einen Film geschaut, Lagerfeuer gemacht und auf einem wunderschönen Landgut übernachtet, bevor es Sonntagnachmittag wieder in die Heimat ging. Das ganze hatte so einen nostalgischen Klassenfahrtenflair, wozu vielleicht auch „Findet Nemo“ als Filmwahl und endlose Tischtennismatches beitrugen. Von diesem Wochenende gibt es auch kein einziges Bild, was ja meistens ein gutes Zeichen ist!

Eine Woche später hüpfte ich mit meiner liebsten Mitpraktikantin in den Zug gen Norden. Wir verbrachten das Wochenende in Rostock, also an der Ostsee. In meinem Meer Post habe ich ja schon einige Eindrücke geteilt, einen kleinen Reisebericht wird es auf jeden Fall auch noch geben, denn Rostock ist eine super süße Stadt und perfekt für ein Wochenende mit Urlaubsgefühlen zum Mitnehmen.

Bohlen
Ostseeliebe

In Gedanken: Gedanken, die mich im Juli bewegten. Allerdings hauptsächlich die traurig-pessimistischen, die ich auch aufschrieb.

„Nur ich. Keine Bedeutung, keine Konsequenzen, who cares?“

„Ich erfülle mir meine Träume, baue mir hier ein Leben auf. Liebe die Stadt, liebe die Möglichkeiten. Aber ist das wirklich das richtige? Kann ich hier glücklich werden? Wann werde ich aufhören, mich wie in einer Blase zu fühlen?“

„Schon lange nicht mehr so ein Gefühlschaos an einem Abend erlebt.“

„Niemand kennt mich hier. Das geht so weit, dass ich das Gefühl habe, mich selbst nicht mehr zu kennen. Ein weißes Blatt in einer bunten Stadt. Weggehweht.“

Will mutig sein, mich neu erfinden, alles probieren. Alles? Nein. Nicht um jeden Preis. Ich weiß vielleicht noch nicht genau, wer ich bin, aber dafür, wer ich nicht bin.“

„Es gibt keine Sicherheit, keine Garantie, die uns sagt, ob wir 90 oder 29 werden. Wir wissen es nicht und sind allein mit der Unsicherheit und endlosen Entscheidungen, wie wir unsere Zukunft gestalten.“

In der Zukunft:  Wie schon angedeutet, wird der August voraussichtlich ein ziemlich entspannter Monat. Ich habe einen Wochenendtrip geplant, um eine Au Pair Freundin wieder zu sehen, einige andere Freunde werde ich in Berlin treffen. Ansonsten will ich hier noch mehr ankommen, ein bisschen besser orientiert sein und den Sommer genießen. Denn der September und Oktober werden mit Besuchen, Arbeit, Umzug und Unistart wahrscheinlich ziemlich voll, daher wird im August nochmal durchgeatmet.

Bis bald, Franzi

Gedanken – Am Meer

Es kündigt sich schon aus der Ferne an. Wir sehen es noch nicht, hören es noch nicht. Aber wir riechen es. Ein Geruch, den ich eigentlich nicht mögen dürfte – fischig und salzig – aber ich liebe ihn. Mein Herz schlägt eine kleines bisschen schneller, mein Lächeln wird ein kleines bisschen breiter. Ich bin hin und her gerissen zwischen dem Wunsch loszulaufen, wahlweise auch zu hüpfen. Gleichzeitig will ich langsamer werden, nicht von den Menschen um mich herum getrieben werden, sondern den Moment hinauszögern.

Sonnenuntergang

Egal, ob schnell oder langsam, der Moment kommt und er ist immer wieder mit denselben Gefühlen verbunden. Ein wenig überwältigt von dieser Macht, dieser Größe, dieser Weite. Ein wenig neugierig und erwartungsfreudig, welche Farbe es diesmal haben wird, wie hoch die Wellen schlagen oder ob mich ein spiegelglatter See erwartet. Und dann dieser kurze Moment der Überraschung, dass es wieder neu, wieder anders und einzigartig ist. Dicht gefolgt von der Vertrautheit, der Erkenntnis, dass es zwar neu, aber gleichzeitig auch bekannt ist. Dass es mich genauso glücklich macht wie beim letzten Mal und das Mal davor.

Ostsee wolkig

Ich erinnere mich daran, als Kind nach einer Nacht im Auto auf dem Weg nach Italien im Morgengrauen nur eines zu wollen – das Meer sehen. Ich erinnere mich daran, auf Sardinien durch weißen Sand und glasklares Wasser zu laufen. Ich erinnere mich daran, dick eingepackt über schneebedeckte Strände in Neuengland zu streifen und die rauen Wellen zu beobachten. Ich erinnere mich daran, auf Hawaii begeistert Schildkröten im Wasser zu entdecken. Und noch so viel mehr.

Leuchtturm

Das Meer ist ein Teil von mir, ein Ort, der sich egal wo er ist, wie zuhause anfühlt, bei dessen Anblick ich Schmetterlinge im Bauch habe, wo ich ganz zur Ruhe komme. Ich liebe das Meer, dieses riesige Wasser, das so voll von Ungewissheit ist und an dem sich Fragen doch so gut beantworten lassen. Nichts fühlt sich so sehr nach Urlaub und Freiheit an wie sonnencreme-klebende Haut, salzgefestigte Haare und sandige Zehen. Umso glücklicher bin ich, genau dies am letzten Wochenende erlebt haben zu dürfen. Zwei Tage in Rostock, den Strand mit tausenden anderen Sonnensuchern teilen, aber trotzdem pures Glück und nachhaltige Entspannung empfinden. Und so sehr ich Berlins Großstadtflair liebe – ich vermisse das Meer schon wieder!

Kitesurfen

Bis bald, Franzi

062016 – London, Holland, Berlin

Wie der Titel schon verrät, ist mal wieder ein Monat um (hier bitte das obligatorische „Oh nein, wie kann die Zeit nur so schnell vorbei gehen?!“ einsetzen) und der Juni war gerade im Nachhinein betrachtet ziemlich spannend und reisefreudig. Ich verbrachte ihn in drei Ländern und zog außerdem um. Also los geht’s mit einem kleinen Rückblick:

Gereist: Am ersten Juni Wochenende ging es zu Besuch bei einer lieben Freundin für vier Tage in eine meiner Lieblingsstädte – nach London! Irgendwie ist das keine Stadt, die mir so präsent ist, wie zum Beispiel New York, aber wann immer ich wiederkomme, frage ich mich, wie ich London eigentlich vergessen konnte. Ich gelobe also Besserung und werde hoffentlich bald wieder einmal zurückkommen. Posts zu all den Dingen, die ich gemacht habe – es waren so einige – kommen nach meinen Reisemonatsposts. Hier aber schonmal ein paar Eindrücke:

Skygarden
Der Sky Garden – leider ziemlich neblig, aber trotzdem wunderschön.

London

London Primrose Hill
Sieht nicht nach Großstadt aus, fühlte sich auch nicht so an, war aber wunderschön: Primrose Hill
Cream Tea
Den in jeder Hinsicht süßesten Tee hatten wir in der BB Bakery in Covent Garden – ganz in pink!

Ein weiterer Besuch zog mich nach Holland – eigentlich nach Venlo, mit Ausflügen nach Den Haag und Amsterdam. Während ich die Hauptstadt schon kannte, von dieser wunderschönen Stadt aber kaum genug bekommen kann, war ich von Den Haag positiv überrascht, denn auch diese Stadt ist super süß und hat die perfekte Kombi von gemütlicher Altstadt mit Strand und Meer. Auch Venlo gefiel mir echt gut, natürlich besonders mit der richtigen Gesellschaft – nochmal vielen Dank, dass du mich aufgenommen hast!

20160622_130007
Grachten, Blumen, schöne Fassaden: Amsterdam!

20160622_123843

Den Haag
Ich sollte es glaube ich zu einer Regel machen, es jeden Monat mindestens einmal ans Meer zu schaffen. Mein Happy Place!
20160624_151837
Mit leckeren Getränken und der richtigen Gesellschaft fühlt es sich auch bei Wolken wie Sommer an.

Geliebt: habe ich diesen Monat so einiges. Unter anderem die Tatsache, dass meine Familie und ganz viele meiner Lieben jetzt wieder in der selben Zeitzone wie ich leben und wir nur noch einen Anruf oder eine Zugfahrt voneinander entfernt sind.

Außerdem hatte ich im Juni ganz viel Zeit zu schreiben. Für den Blog, für mich und beruflich. Und liebe es! Dank meines Praktikums wird das auch noch eine Weile so weitergehen.

Neben dem Schreiben habe ich auch gern geredet – nämlich auf einer Berufsmesse für meine Au Pair Agentur Aifs. Sechs Stunden am Stück Begeisterung für die USA und das Au Pair Leben verbreiten? Kann ich!

Meine größte „Liebe“ diesen Monat war aber wohl mein neues Zuhause – Berlin. Obwohl ich immer noch für die meisten Wege Google Maps brauche, wie ein begeisterter Tourist Fotos schieße und über das eine oder andere nur den Kopf schütteln kann – fühle ich mich in dieser großen, bunten, verrückten Stadt tatsächlich zuhause. Und sehr glücklich.

Museumsinsel
Bei einem ersten Stadtspaziergang mit meiner liebsten Katha.
In Love
IN LOVE – mit dieser Stadt.
Flohmarkt RAW
Berlin = Flohmärkte. Dieser hier auf einem leerstehenden Industriegelände. (Der Müll rechts wurde übrigens nicht verkauft!)
Charlottenburg
Selbe Stadt – anders Gesicht: Charlottenburg. 

Berlin Impression

20160628_200639
Eins meiner liebsten Erlebnisse bisher – auf der Shopping Night der Show & Order Messe zur Fashion Week.

Gelitten: Eine lapidare Bemerkung meiner Zahnärztin führte zum wohl größten körperlichen Leiden im Juni – meine Weisheitszähne mussten raus…Das ging zum Glück alles entspannter von statten als ich es erwartet hatte und war dank guter Tabletten auch nur mit minimalen Schmerzen verbunden. Trotzdem bin ich froh, dass sie jetzt raus sind und ich wieder voller Freude in einen Apfel beißen kann.

Größer als das körperliche Leiden war definitiv das seelische, denn an einigen Tagen habe ich meine Gastfamilie in den USA schon sehr vermisst. Ob beim Skypen mit den Kiddos oder in kleinen Alltagssituationen – sie fehlen hier einfach…

Gesucht und gefunden: Ein weiteres großes und etwas furchteinflößendes Projekt letzten Monat war die Suche einer Wohnung in Berlin. Zwar bin ich für den Moment in einer wunderschönen WG unter, allerdings nur zur Zwischenmiete. Und da ich ja gerne voraus plane, habe ich mich schon mal nach etwas ab Herbst umgesehen und wurde auch fündig: Im Oktober werde ich in meine erste ganz eigene Wohnung ziehen und freue mich schon unheimlich darauf. Die Suche ging im Endeffekt auch viel schneller und unkomplizierter rum als erwartet, meine etwas verfrühte Panik hat sich also gelohnt. :D Und der unterschriebene Mietvertrag gibt mir noch ein bisschen mehr das Gefühl, hier jetzt zuhause zu sein.

Bis bald, Franzi

When in… Charlotte, NC

Wo oder was ist denn Charlotte? Charlotte in North Carolina ist die nächste Großstadt zu unserer South Carolina Kleinstadt. Eine Stadt, von der ich noch nie zuvor gehört hatte und die mich auch nachdem ich von ihr gehört hatte, nicht allzu neugierig machte. Nach über einem Jahr USA und diversen Trips in den Süden, nahm ich mir dann endlich mal einen Tag, um mit einer Freundin diese Stadt zu erkunden.

Wobei es da auch nicht unendlich viel zu erkunden gibt. Denn Charlotte scheint schon sehr auf die relativ kleine Downtown Area reduziert zu sein. Wir liefen auch noch etwas darüber hinaus – zu politischen Institutionen und dem Gericht etwa – und suchten online nach weiteren interessanten Vierteln. Leider nicht so erfolgreich. Restaurants, Cafés und Menschen scheinen alle Downtown zu bleiben. Das macht die Stadt nicht unbedingt einzigartig, nicht unbedingt ein Highlight. Aber wenn man in der Nähe ist, lohnt es sich doch, ein bisschen Zeit dort zu verbringen. Hier drei Gründe dafür:

Collage Street Life

  1. Architektur und Kunst. Skyscraper neben historisch anmutenden Kirchen. Skulpturen an jeder Straßenecke. Ein großes und sehr schönes Kunstmuseum. Auf kleinem Rahmen hat Charlotte hier doch so einiges zu bieten. Es macht daher auf jeden Fall Spaß, durch die Stadt zu laufen und sich überraschen zu lassen. Vom Kontrast aus Alt und Neu oder der vielen Straßenkunst, wie riesigen metallenen Buchseiten oder einer Straßenkreuzung, die Teil einer Installation ist…

Collage Artsy

Collage Architecture

  1. Parks und Grünes. Beim Schlendern merkt man definitiv auch, dass die Bewohner Charlottes gerne draußen sind. Zahlreiche Parks und Sitzmöglichkeiten laden dazu ein, einfach mal nichts zu machen. Es lockt keine lange Liste von Sehenswürdigkeiten, warum also nicht an den Teich oder Brunnen setzen, ein bisschen Abkühlung genießen, das üppige Grün rundherum bewundern? Das macht einen Tag Urlaub doch (auch) aus…

Collage Parks

Collage Sculptures

  1. Vapiano. Nein, das meine ich nicht als Scherz. Denn diese deutsche-italienische Restaurantkette ist in den USA leider alles andere als verbreitet und da muss jede Chance genutzt werden, hier zu schlemmen. Dafür fährt man dann auch eine Stunde, wenn’s sein muss. Lange Autofahrten sind es schließlich, die den größten Teil meines Au Pair Lebens auszumachen scheinen und da gibt es definitiv schlechtere Gründe für als leckeres Essen. Also solltet ihr Au Pair oder wer auch immer aus Deutschland sein, in der Nähe Charlottes wohnen und von den ersten beiden Punkten gänzlich unbeeindruckt sein: Hier ist der ultimative Grund, dieser Stadt einen Besuch abzustatten. Guten Appetit!

Vapianolove

Bis bald, Franzi

Haunted in… New Orleans

Eine Stadt wie keine andere. Eine Stadt, in der ich einen echten Kulturschock erlebte, mich nicht mehr wie in den USA, aber unheimlich wohl fühlte. Die Stadt mit den freundlichsten Menschen, mit den grünsten Häusern, den meisten Perlen, dem lautesten Jazz,…, den unheimlichsten Geistern??

French Quarter

Wohl der bekannteste Ort in New Orleans, das Must Have für jeden Touristen, das To Do Nummer 1. Und das ist es auch wert. Denn hier scheint das Herz der Stadt zu schlagen. Hier spielt der Jazz, hier malen die Künstler, hier hängen die Perlen, hier werden Cocktails und andere Drinks beim Laufen getrunken, hier findet man die ungewöhnlichsten kleinen Shops. Hier ist New Orleans.

French Quarter Artsy

French Quarter Buildings

Schon lange hat mich keine Stadt mehr so zum Shoppen gereizt wie New Orleans und besonders das French Quarter. Weder Forever 21 noch Dunkin Donuts tummeln sich hier, dafür supersüße kleine Läden. Ganz besonders haben es mir die Candy Stores angetan und natürlich die Beignets im Café du Monde – Zuckerschock inklusive!

French Quarter Stores

Aber was passiert in diesem historischen Viertel, wenn die Sonne untergeht? Wenn die Musiker ihre Instrumente einpacken und die Touristen sich auf der Bourbon Street tummeln? Die Geistertour, die ich abends hier machte, offenbarte Gräueltaten hinter beinahe jeder der herrschaftlichen Fassaden, Voodoo Flüche, unruhige Seelen,… Die Vergangenheit ist noch nicht vorbei.

French Quarter Dark

Garden District

Dieses Viertel trägt seinen Namen nicht umsonst – überall Bäume, Blumen, grün. Man fühlt sich, als würde man durch einen üppigen und wunderschönen Park schlendern, zwischendrin offenbaren sich immer wieder kleine Blicke auf Villen und Perlen in den Ästen. Wie im Paradies!

Garden District Happy

Aber das ist nicht alles. Das Garden District ist zwar auch – aber nicht nur – für seine Schönheit bekannt. Viele Touristen kommen hier vor allem aus einem Grund her – dem Lafayette Cemetery No 1. Einer von vielen Friedhöfen in NOLA… Und hier liegen bestimmt nicht nur friedliche Seelen!

Cemetary

Und sonst?

Hurricane Katrina – ein Ereignis, das die Menschen in New Orleans geprägt hat und das auch immer noch tut. Ein Schock, eine Zeit voller Angst und Verzweiflung. Aber auch eine überwundene Krise und der Stolz, gestärkt daraus hervorgegangen zu sein. In vielen Galerien finden sich Anspielungen und Verarbeitungen der Katastrophe; besonders haben mir die Ausstellungen dazu im Contemporary Arts Center gefallen.

Art Museum

Ein Muss für mich in New Orleans? Die Mississippi Schaufelraddampfer! Traurigerweise gibt es nur noch einen, die Natchez, aber die ist auch sehr schön anzusehen. Außerdem ist die Waterfront mit einigen Memorials und den schönen Glasblumen, ein schöner Ort, um von Downtown ins French Quarter zu laufen. Oder andersrum.

Waterfront

Wer genug von Trubel und Geistern hat, sollte auf jeden Fall für einen Tag die Stadt hinter sich lassen und in die Sümpfe gehen. Klingt wie eine Selbstmordaufforderung, tatsächlich warten dort aber super spaßige Airboats, marshmallowfressende Alligatoren, spanisches Moos im Übermaß und vielleicht sogar ein Babyalligator zum halten. Was will man mehr?

Swamps

Bis bald mit der letzten Haunted City, Franzi

Dreizehnmonatsfazit

Über ein Jahr ist jetzt schon rum und nach zwölfmal den gleichen Kategorien am Ende eines Monats, dachte ich mir, es ist Zeit für etwas Veränderung und deshalb kommen hier die Kategorien für die nächsten/letzten neun Monate meines Au Pair Lebens…

Mit meiner Gastfamilie: … war ich in Chautauqua, NY (dazu in meinem Update etwas mehr)

… bin ich gaaanz viel geschwommen (bzw. den Kindern). Ob Meer, See, Fluss oder Pool – wir haben es alles durch.

… habe ich einiges an Kultur genossen (Konzerte, Ballett, Oper, Bibliotheken)

… habe ich das Ende der Sommerferien (mit Playdates, Wohnzimmerschlössern, Cookies, Beerenpflücken, Spielplätzen) sowie den Schulanfang (mit ganz viel Aufregung bei den Kids und ganz viel Freizeit bei mir) zelebriert.

… habe ich viiiele Stunden im Auto verbracht (10 Stunden von Chautauqua nach Connecticut und 15 Stunden von Connecticut nach South Carolina)

… hatte ich mal wieder eine Hotel Night in Virginia, was nicht nur für die Kinder aufregend ist.

… habe ich eine neue und ziemlich volle Routine zwischen Schule, Ballett, Tap, Musik, Hausaufgaben und natürlich Essen und Playtime entwickelt (wir arbeiten noch dran…)

Mit Freunden:  … ich habe Lu in Vermont besucht und sie seit April das erste Mal wiedergesehen

… ich habe ganz viel Zeit mit Lisa (mit und ohne ihre Gastkinder) in Connecticut verbracht.

… ich war mit den Mädels bei Six Flags und im Drive In Kino.

…ich habe Lu auch in Spartanburg wiedergesehen und wir waren unter anderem bei einem Outdoor Konzert in Greenville, SC.

… ich habe endlich ein anderes Au Pair in SC kennengelernt.

… ich habe seit über einem Jahr mit den drei wundervollsten Freundinnen gleichzeitig geskypt!

Allein: … hatte ich auch ein ganz gutes Kulturprogramm (Theater, Jacob’s Pillow, Lesungen in Chautauqua)

… war ich für einen Abend bei den Niagarafällen – und positiv überwältigt.

… war ich in New Orleans – und habe mich nicht nur in die Stadt sondern vorallem die Menschen dort verliebt.

… hab ich mich beim Gym angemeldet – und es bis jetzt noch nicht bereut (ist auch erst eine Woche her)

Stimmung: Beeindruckt. Überwältigt. Überfordert. Wie ihr in den vorherigen Kategorien schon seht, war mal wieder viel los. Viele tolle Momente, tolle Orte, tolle Menschen. Viele Fotos, die ich gerne zum Leben erwecken und noch einmal durchleben würde. Aber sie sind vorbei. Vorbeigeflogen im Strudel der Ereignisse und bei einigen von ihnen habe ich das Gefühl, sie gar nicht wirklich wahrgenommen zu haben. Vielleicht war ich müde, weil ich den Tag davor schon so viel unterwegs war. Oder in Gedanken schon beim nächsten Tag, dem nächsten Highlight.

Der August war ein wunderschöner Monat, aber er hätte definitiv länger sein müssen! Ich hätte da noch ein paar leere Tage gebraucht, um mal die Notbremse zu ziehen, zu schlafen, zu rekapitulieren, zu würdigen. Ich habe gerade das Gefühl, mich nicht mehr an den vergangenen Tag, die vergangene Woche zu erinnern, weil so viel durcheinander hüpft. Wenn man mich fragt: Was gibt es Neues? Ist meine Antwort meist: Nichts so wirklich. Und dann sitze ich zuhause, schaue in meinen Kalender und sehe all das Neue auf dem Papier, aber nicht in meinem Kopf. Die gute Neuigkeit: Dieses Wochenende werde ich zwei Tage lang ausschlafen, es langsam angehen lassen und rekapitulieren – muss auch mal sein!

Monat in Bildern:

20150729_163751

20150802_171438

Amphitheater

20150803_170953

Niagara Falls

20150809_105120

20150809_172509

Vermont Store

Beautiful Vermont

20150809_172314

Downtown Middlebury

Happiest Place

20150814_151641

Jacobs Pillow

Six Flags

20150816_141504

Hotel

Love where you live

Pooldays

Schnappi

Neu entdeckt/erstes Mal:

  • In Chautauqua
  • Eine Oper live gesehen
  • Im Theater geweint
  • Bei den Niagarafällen
  • In Vermont
  • Eine richtige Fußgängerzone in den USA gefunden (Burlington, VT)
  • Von modernem Ballett begeistert gewesen
  • Zu Six Flags
  • Candy Cookies gebacken
  • „The Croods“ gesehen (so ein süßer Film!)
  • „Vacation“ gesehen (nicht so süß, aber witzig)
  • Alle drei Kids ganztags in der Schule
  • Im Waffle House gegessen
  • In New Orleans
  • Beignets gegessen (ein Muss in NOLA, so lecker!!)
  • Ein Au Pair in meiner Stadt in SC kennengelernt
  • In Greenville
  • Im Fitnessstudio
  • Personal Training gehabt (ich war tot!!)

Vor einem Jahr: August 2014 war der erste komplette Monat in den USA. Ich war super aufgeregt, begeistert, euphorisch.  Alles war groß, neu, schön. Ich schien keine Verpflichtungen mehr zu haben nach monatelangem Lernen, sondern endlich frei zu sein. Ich war absolut verliebt in meine Kids und meine Gastfamilie (bin ich immer noch, nur nicht mehr ganz so rosarot). Ich machte allerdings auch viel, dass ich mir bis dahin nie zugetraut hätte. Ich war noch etwas einsam, alles war fremd, ungewohnt. Ich strotzte nur so vor Energie. Etwa alles, das ich machte, sah, probierte hätte in die Kategorie „Erstes Mal“ gepasst.

Wenn ich mich daran zurückerinnere und mein erstes Monatsfazit lesen, fühle ich mich etwa wie 100. Alles ist inzwischen so viel vertrauter, nicht mehr so unendlich aufregend, aber auch nicht mehr so unendlich fremd. Und noch immer gibt es so viel zu tun, so viel zu entdecken, so viel zu erleben. Diese Euphorie und diesen Tatendrang habe ich zum Glück in den letzten 12 Monaten immer nur ganz kurz verloren.  Und sie kamen immer wieder zurück.

Blick in die Zukunft: Als mein Hostdad mich letzte Woche fragte, was denn mein nächster großer Trip sei, musste ich ihm eine erschreckende Antwort geben: ich weiß es nicht. Tatsächlich scheint mit dem Ende des Sommers auch ein vorläufiges Ende der sich überschlagenden Ereignisse einherzugehen. Aber ein paar Pläne habe ich natürlich trotzdem.

Im September will ich

… die letzten Sommertage in SC genießen.

… die ersten Herbsttage in CT genießen.

… so viel Zeit wie möglich mit Lu verbringen, bevor sie nach London geht.

… sämtliche Pumpkin Spice Süßigkeiten der USA ausprobieren.

… mindestens einen Tag in NYC verbringen. Die Stadt fehlt mir!

… meinen online Collegekurs anfangen, für den ich mich schon angemeldet habe. Am 21. geht es mit American Studies los.

… den Flug nach Seattle allein mit meinen beiden kleinen Gastkindern (5) erfolgreich überleben.

… alle meine Freunde in Connecticut in zwei kurzen Wochen sehen.

… weiter ins Gym gehen.

… meine Schulfreizeit genießen, aber auch sinnvoll nutzen.

… mehr im Moment leben.

… nicht zu viel planen/organisieren.

In 30 Tagen seht ihr, wie und ob das alles geklappt hat.

Bis dann, Franzi

Au Pair Fairy, Chaosabend, Ausmisten,…

Hier kommt die zweite Woche nach meinem Deutschlandurlaub. Die begann für mich erst am Dienstag, da ich bis Montagnacht noch in Chicago war – dazu bald ein Extrapost.

Dienstag, 14. Juli: Da mein Flug am Abend vorher Verspätung hatte, hatte ich dementsprechend wenig Schlaf und war so mittelmotiviert für den Tag. Ich machte vormittags mit den Kids ihre Musik- und Schulsachen, wir waren draußen, pflückten im Garten tonnenweise Himbeeren und nachmittags fuhren wir noch alle mit meiner Hostmum in die Mall, da sie einen neuen Computer brauchte. Natürlich wollten die Kinder bei sämtlichen Spielzeugläden „gucken“ und ich machte dann von allen potentiellen Weihnachtswünschen (die sie schon lange wieder vergessen haben…) Fotos. Zum Abschluss gingen wir noch bei California Pizza Kitchen essen, was seehr lecker war!

20150714_185420

20150714_191944

Mittwoch, 15. Juli: Wenn ich so auf meine Notizen schaue, wirkt es nie so, als hätte ich viel gemacht, aber wenn man etwa zehn Stunden am Tag mit drei Kindern verbringt, ist einfach immer viel los, auch wenn man nichts wirklich „macht“. Unser einziges großes Ereignis an dem Tag, war zum Spielplatz zu laufen und auf dem Rückweg Milch zu besorgen. Die Mädels spielten die ganze Zeit über Fee, sie waren Annie’s Lace und Bluebell, ich war Daisy, the Au Pair Fairy. Meine Aufgabe war, sie unsichtbar zu zaubern, sodass Menschen sie nicht sehen würden, und von ihnen Treats zu bekommen (Gras und kleine Steine). Was man halt als Au Pair so macht…

Abends habe ich mich dann mit einem neuen Au Pair getroffen, die jetzt bei mir in der Nähe wohnt. Ich habe glaube ich ganz oft gesagt „in meinem ersten Jahr…“, da dieses ja jetzt sozusagen schon vorbei ist, und kam mir dabei unendlich merkwürdig und alt vor…

Donnerstag, 16. Juni: Die Große hatte an diesem Morgen eine Freundin zum Spielen da (die war dann auch eine Fairy ;)). Wir fuhren also zum Lieblingsspielplatz der Kinder, hatten da ein Picknick und sie spielten glücklich in ihrer Kindersommerferienwelt. Nach etwa einer Stunde mussten wir schon wieder los, da ihre Freundin abgeholt wurde. Mittags haben wir dann mal wieder unendlich viele Beeren gepflückt (wir kommen da kaum mit dem Essen hinterher) und außerdem Schränke mit Mal- und Stickerbüchern der Kinder aussortiert. Das hat einerseits echt Spaß gemacht, da die Kinder immer wieder vergessene Schätze entdeckt haben und so etwa jeder zweite Satz mit: „I haven’t seen that for a long time…“ begann. Andererseits war es auch echt anstrengend, da ich ja ausmisten wollte und dann über jedes alte, zerfledderte und vollgekritzelte Malbuch mit den dreien diskutieren musste. „But I really love it!!“ Ja, ja… Jetzt ist dieser Bereich aber echt schön sortiert, mal schauen, wie lange das so bleibt…

20150710_101530

Abends habe ich mich mit Lisa getroffen und der Abend war einfach das pure Chaos! Wir wollten eigentlich zu einem kostenlosen Open Air Konzert. Auf dem Weg dahin, habe ich mich erstmal verfahren, da ich die falsche Adresse hatte und als ich endlich ankam, saß Lisa da umgeben von Rentnern und eine „italienische“ Band spielte ganz unschöne, viel zu laute Musik. Nach etwa fünf Minuten entschlossen wir uns also die Flucht zu ergreifen und ins Kino zu gehen. Das Kino war etwa fünf Minuten Fahrt entfernt, dank einer Baustelle waren wir etwa zwanzig unterwegs… Vor dem Film wollten wir noch unsere Picknicksachen essen, allerdings gab es nirgendwo eine Bank oder ähnliches, weshalb wir einfach ein paar Mal das Kino umrundeten. Der Film, „Trainwreck“, war dann echt super lustig und wurde nur etwas von einer Frau gestört, die unendlich laut lachte und Kommentare mit dem ganzen Saal teilte. Als wir rausgingen, sahen wir sie. Auf ihrem T-Shirt stand: „I can’t keep calm, I am…“ Was sie war, wurde leider von Speckfalten verdeckt, aber sie machte dem auf jeden Fall alle Ehre… Nach dem Film ging das Chaos auch gleich weiter. Wir wollten Eis. Erster Stopp, Sonic, wo das Eis donnerstags nur die Hälfte kostet. Da hatte allerdings nur noch der Drive-Thru geöffnet und die Schlange war so lang, dass wir uns für FroYo bei Sweet Frog entschieden. Nur dass der leider geschlossen hatte. Unsere letzte Chance war dann Friendly’s , wo wir erstmal fünfzehn Minuten auf den einzigen Angestellten, der wohl die Kasse bedienen kann, warten mussten und dabei einer anderen Bedienung zuschauten, wie sie Eisbecher für die gesamte Belegschaft machte (nur unsere Bestellung konnte sie natürlich nicht schonmal aufnehmen…) Irgendwann hatten wir dann aber endlich unser Eis. Ende gut, alles gut.

Freitag, 17. Juli: Nach Schularbeit für die Kinder und Ausmisten für mich während dem Rest der Woche, sollte Freitag was Schönes auf dem Programm stehen, nämlich ein Besuch bei Chrissi und ihren Gastkindern in Fairfield. Das war das letzte Mal, dass ich sie für die nächste Zeit gesehen habe, ihr Jahr ist nämlich schon so gut wie um, was meines ja auch wäre… Wir waren mit den Kindern auf dem Spielplatz und später noch Frozen Yogurt essen. Die Kinder haben sich dieses Mal noch besser verstanden als sonst immer und so hatten wir alle richtig Spaß. Die Rückfahrt hat sich dann leider echt gezogen und Zuhause gab es nur noch ein schnelles Dinner und dann ab ins Bett. Die Nacht war leider nicht so ruhig, meine Kleine weckte mich irgendwann, da sie so Husten hatte und nicht schlafen konnte, als sie dann beruhigt war und wieder friedlich geschlafen hat, lag ich noch etwa zwei Stunden mit Magenschmerzen wach – na toll!

Samstag, 18. Juli: Morgens gab es einen Packmarathon, für die nächsten drei Wochen leben wir nämlich aus dem Koffer. Die Kinder waren für ihre Spielsachen verantwortlich, ich für Klamotten, Schul- und Musiksachen, Schwimmzeug, Schuhe, Medikamente, und so weiter… Mittags hatte meine Hostmum einen wichtigen Anruf, weshalb ich mit den Kindern in die Bücherei gefahren bin. Der Plan war danach auf einem Spielplatz Mittag zu essen und da noch etwas zu spielen (die Bücherei schließt im Sommer nämlich samstags um 13:00, der Anruf war um 13:15). Gerade als wir die Bücherei verließen fing es an zu schütten. Playground, ade! Nach einer Weile Beratung mit den Kids, fuhr ich mit ihnen nach Manchester, da gibt es nämlich einen Spielplatz in der Mall. Der war dank des Wetters und Wochenendes auch super voll und alle Kinder wirkten ziemlich außer Kontrolle, beziehungsweise am Rande des Wahnsinns… Aber solange sie Spaß haben… Den Rest des Tages habe ich dann noch geskypt, einen Flug gebucht und noch einen anderen Trip geplant und mich einfach etwas entspannt.

20150616_155158

Spielplatz des Wahnsinns.

Sonntag, 19. Juli: Der letzte Tag für diesen Post. :D Das war der Wechseltag meiner Gasteltern, wir holten mittags meinen Hostdad am Flughafen ab und er brachte meine Hostmum abends wieder dahin, da sie für die nächste Woche in Europa ist. Ich habe mit den Kindern noch viel aufgeräumt, da wir ja die nächsten drei Wochen unterwegs sind und meine eigenen Sachen gepackt, sodass am Montag alles bereit war für… Das erfahrt ihr dann in einem der nächsten Posts. :D

Bis bald, Franzi